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Pressemeldung Juni 2010

Ganzheitliches Konzept überzeugt Fachjury

Groß war die Freude bei den Vertretern der Stadt Essen, als die Jury des Initiativkreises Ruhr am heutigen Montag (14.6.) mitteilte, welche fünf Bewerber die nächste Runde des Wettbewerbs InnovationCity Ruhr® erreichen: Essen ist dabei! Das ganzheitliche Konzept rund um das Pilotgebiet, bestehend aus den Stadtteilen Altendorf, Frohnhausen sowie dem Nord- und Westviertel, konnte die Jury überzeugen.
„Wir sind froh, dass die Fachjury unser Konzept, auf zahlreiche Technologien zurückzugreifen und attraktive Stadtentwicklung zu betreiben, ausgewählt hat. In den nächsten Wochen und Monaten geht es nun darum, gemeinsam mit Hochschul- und Forschungsinstituten sowie weiteren Partnern die nächsten Schritte hin zu einer nachhaltigen Klimapolitik zu machen“, erklärt Oberbürgermeister Reinhard Paß.
Die Stadt Essen ist jetzt aufgefordert, dieses Konzept zu einem Vollantrag auszubauen. Informationen müssen hierzu ebenso wie Projektideen gesammelt werden. Fortschrittliche Technologieangebote und Energieträger müssen abgestimmt und miteinander verzahnt werden. Dabei sind erneuerbare Energiekonzepte ebenso in den Überlegungen der Stadt berücksichtigt wie die Themenfelder Stadtentwicklung, Infrastruktur, Verkehr und Mobilität sowie Grünflächenplanung, die innovativ miteinander vernetzt werden.
Um die einzelnen Maßnahmen besser koordinieren zu können, wurde eigens für InnovationCity Ruhr® ein Projektteam zusammengestellt, das sich in den nächsten Monaten mit der detaillierten Ausarbeitung des Essener Konzeptes beschäftigen wird. Dabei geht es nicht nur um die Initiierung von Maßnahmen, sondern auch um die Darstellung des Themas InnovationCity Ruhr® in der Öffentlichkeit. Die nächsten Schritte werden auf bekannten Informationsplattformen wie zum Beispiel dem Internetauftritt www. unserestadt-unserklima.de oder auch der Website der Stadt Essen kommuniziert.
Gewinnt Essen, würde das Pilotgebiet zum Beispiel zu einer Niedrigenergiestadt umgebaut. Ein Ziel ist es, den Energiebedarf der InnovationCity Ruhr® über einen Zeitraum von zehn Jahren durch den Einsatz neuer Technologien zu halbieren. Diese sollen dafür sorgen, dass Gebäudebestände energieeffizient saniert und Neubauten nach dem aktuellen Stand der Technik errichtet werden. Des Weiteren stehen CO2 –Reduzierung und energieeffiziente Verkehrssysteme für eine umweltfreundliche Mobilität auf der ambitionierten Agenda. In der Stadt, die sich letztendlich als InnovationCity Ruhr® durchsetzen kann, können Fördermittel und private Investitionen von bis zu 2,5 Milliarden Euro ausgelöst werden.
Klimapolitik und nachhaltige Stadtentwicklung haben in Essen allerdings bereits vor dem Wettbewerb eine wichtige Rolle gespielt. „Mit der Klimainitiative und der groß angelegten Kampagne Unsere Stadt. Unser Klima. Haben wir das integrierte Energie- und Klimakonzept im gesamten Stadtgebiet bereits verankert. Die große Stärke Essens ist es, alle Optionen mit Hilfe des Know-hows und der Unterstützung der Essenerinnen und Essener, der Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu nutzen“, so der Oberbürgermeister.
Im November 2010 steht dann die Entscheidung an welche Kommune InnovationCity Ruhr® werden wird.